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Ach wie cool ist so ein Swimmingpool: Mit diesen Tipps machen Sie beim Poolbau nichts falsch!

Swimmingpool

Ein Pool, ein Pool, ein Königreich für einen Pool. Einfach in den Garten laufen und ins kühle Nass springen, das wärs. Wer hat an heißen Sommertagen noch nie davon geträumt? Und wenn sich der Nachbar das leisten kann ... es ist also entschiedene Sache: wir bauen einen Swimmingpool.

Gleich vorweg, Planung und Umsetzung sollten Sie besser einem Profi überlassen, der alles aus einer Hand erledigt. Planungsfehler werden so am besten vermieden. Dennoch sind Ihre Wünsche und Ideen gefragt, schließlich soll die Freude am Pool lange währen. Wir haben für Sie alle Tipps, Tricks und Stolperfallen für Ihr Garten-Bauvorhaben zusammengefasst:

  • Behörden

Auch Ihr geplanter, fester Swimmingpool muss sich an die Bauvorschriften und Raumordnungsvergaben der Gemeinde halten. Ziehen Sie hierzu immer Erkundigungen bei der zuständigen Baubehörde ein. Sie brauchen für Ihren Pool eventuell eine Baubewilligung. Womöglich können in Punkto Größe und Tiefe können Auflagen anfallen. Bis zu 100m3 sind allerdings in der Steiermark problemlos möglich. Nehmen Sie Ihre Grundstückspläne zur Hand und klären Sie, wo und ob die gewünschte Tiefe in Ihrem Garten für Grabungen realisierbar ist.

  • Wasser

Das Wasser für Ihren Swimmingpool muss aus Ihrer hauseigenen Wasserversorgung stammen. Wasser aus einem Hydranten zu entnehmen, um damit Ihren Pool zu füllen, ist jedenfalls nicht erlaubt. Lesen Sie alles Wissenswerte zur Wasser-Entsorgung unter dem Punkt „Abwässer“.

  • Standort

Wo Sie Ihren Pool platzieren möchten, ist eine der ersten und wichtigsten Entscheidungen. Empfehlenswerte Standorte im Garten sind südseitig, waagerecht und ebenerdig und nahe beim Haus. Achten Sie auf eine gewisse Entfernung zu Bäumen, Hecken und Sträuchern. Denn Ihr Pool sollte nicht im Schatten liegen und außerdem verschmutzen fallende Blätter das Wasser. Ideal ist auch ein windgeschütztes Plätzchen, das Sie auch vor neugierigen Blicken von Nachbarn und Zaungästen schützt. Wenn Sie ein nettes Sonnenplätzchen für Ihren Pool gefunden haben, können Sie sich wahrscheinlich eine Poolheizung sparen und dennoch warmes Wasser genießen.

  • Material

Für Swimmingpools gibt es viele verschiedene Bauweisen und Materialien. Geflieste Mauern sind allerdings – nicht zuletzt wegen hoher Kosten – nicht mehr so häufig. Gängiger sind Pools aus glasfaserverstärkem Polyester, denn bei diesem Material herrscht – je nach finanziellen Möglichkeiten – eine große Formenvielfalt. Die Qualität ist hier allerdings oft weniger wertvoll. Edelstahl ist langlebig und hat exklusiven Charakter. Möglich sind auch Kunststoff-Folien mit eingebetteter Keramik Schicht. Außerdem gibt es Stahlwandbecken, Beton, Acryl oder Schnellbausteine aus Polystyrol, die in der Verarbeitung recht einfach sind.

Achten Sie auch bei der Filteranlage auf ein Markenprodukt, hier muss die Qualität einfach sehr gut sein. Die Filteranlage besteht aus Pumpe und Filter und sorgt durch physikalische Wasseraufbereitung für die Sauberkeit des Wassers. Für Einbaubecken verwendet man normalerweise Sandfilter oder die etwas spezielleren Mehrschichtfilter. Das durch die Pumpe angesaugte Wasser wird gefiltert und gereinigt zurück ins Becken befördert. Sollten Sie einen Pool mit Salzanlage bevorzugen, wird der Salzmanager an die Filteranlage angeschlossen.

Sehr wichtig ist auch die Qualität der Pumpe. Egal, ob Sie täglich schwimmen oder nur gelegentlich, das Wasser muss gesäubert werden. Die Pumpe übernimmt einen wichtigen Teil der Säuberung: sie saugt das Poolwasser in den Filter, wo es aufbereitet wird und pumpt das saubere Wasser wieder zurück in den Pool.

Entfernen Sie zuerst immer den gröbsten Schmutz mechanisch – etwa Blätter mit dem Kescher herausfischen. Dann kann die Pumpe das Wasser umwälzen. Das heißt das gesamte Poolvolumen wird gesäubert. Dies sollte zumindest zweimal pro Tag passieren. Die Fördermenge der Pumpe sollte auf jeden Fall mit 8 Meter Wassersäule angegeben sein. Andernfalls müssen Sie damit rechnen, die Pumpe alle 3-4 Jahre auszutauschen. Der ideale Standort für die Pumpe sollte entweder in einem eigenen Schacht, einem Technikraum, der Garage oder im Keller liegen.

  • Bodenablauf/Skimmer

Der Bodenablauf ist für Ihr Pool, was der Stöpsel für Ihre Badewanne. Hier wird das Wasser bei einer Komplettentleerung des Pools auf einfachen Weg abgelassen. Auch wenn ein Bodenablauf nicht unbedingt notwendig ist, erleichtert er die Handhabung. Ein Wasserabsenken im Herbst etwa geht schneller mit Bodenablauf.


Durch den Pool-Skimmer wird Schmutz wie Blätter oder Öl von der Wasseroberfläche in den Filter gesaugt und dann wieder zurück ins Becken gepumpt. Das Wasser bleibt dadurch nicht nur sauber, sondern auch auf physikalische Weise vor Eintrübung und zusätzlicher Veralgung geschützt. Zusätzlich wird man auch zu chemischen Reinigern greifen.

  • Einlaufdüsen

Über die Einlaufdüsen wird das vom Skimmer abgesaugte Wasser in gereinigter Form wieder dem Swimmingpool zugeführt.

  • Luxusausstattung

Wenn Sie vorhaben, Ihren Pool zu einer richtigen Luxus-Wellness Oase zu machen, greifen Sie zu Unterwasserscheinwerfern oder Massagebänken. Besonders Sportfans lassen sich gerne Gegenstromanlagen in das Becken bauen. Durch die Kraft der Strömung wird ein ausdauerndes Kraulerlebnis auch im kleinsten Pool möglich. Eine Überlaufrinne, wie sie in Freibädern verwendet wird, erhöht Ihren Entspannungsgrad: das Wasser ist sauberer und der Reinigungsaufwand minimiert sich. Auch wenn Sie auf eine solche Luxusausstattung verzichten können, bedenken Sie, Ihr Anwesen gewinnt allein durch das Vorhandensein eines Swimmingpools an Wert.

  • Abdeckungen

Abdeckungen für den Pool sind ein wirksamer Schutz vor Schmutz, Verdunstung und Abkühlung des Wassers über Nacht. Den Pool abzudecken ist auch empfehlenswert, wenn Sie auf Energieeinsparungen Wert legen. Eine Isolations-Abdeckung ermöglicht Ihnen außerdem Badespaß von den ersten Frühlingsstrahlen bis zum Spätherbst. Und mit einer Solarabdeckung wird das Wasser im Swimmingpool kostenlos erwärmt.

Überlaufrinne

Eine Überlaufrinne, wie sie in städtischen Freibädern vorhanden ist, gehört zur Luxusausstattung eines Pools. Bedenken Sie bei der Planung, dass ein Pool mit Überlaufbecken etwa um 60% teurer wird, als ein Skimmer Becken. Der Vorteil liegt neben einer schönen Optik auch in einer Arbeitserleichterung für Sie, da ein Überlaufen – etwa durch Regen – nicht passieren kann. Neben den höheren Kosten müssen Sie auch einen Ausgleichsbehälter, der das verdrängte Wasser aufnimmt, einplanen.

  • Poolheizung

Wollen Sie Ihr Badesaison von April bis Oktober ausdehnen, empfiehlt sich eine Poolheizung. Hier gibt es Wärmepumpen, die durch das Prinzip eines „umgekehrten Kühlschranks“ der Umgebungsluft Kalorien entziehen. Diese Wärme wird auf das Wasser im Pool übertragen. Haben Sie einen sonnigen Platz für Ihren Swimmingpool gewählt, ist der Einbau einer Wärmepumpe meist nicht notwendig. Sie können auch zu einer günstigeren Heizvariante wie einer Solarheizung greifen. Hier kann etwa über Solarkollektoren die Sonnenenergie in Ihre Poolwärme umgewandelt werden.

  • Reinigung und Pflege

Neben der mechanischen Reinigung durch Bodensauger, Kescher und Bürsten und der physikalischen durch Pumpe, Filter und Skimmer, gibt es auch eine chemische Behandlung zur Wasserpflege.


Boden und Wände Ihres Pools werden durch Sauger und Bürsten optimal gesäubert. Es gibt hier die Möglichkeit, den Sauger an die Filteranlage anzuschließen, oder sich einen vollautomatischen Sauger – einen Poolroboter – zu leisten. Der Nachteil dieses Putzhelfers ist, dass er die Poolwände nicht erreicht.
 

Für die chemische Wasserbehandlung stehen Ihnen viele Produkte zur Auswahl. Informieren Sie sich gut über die unterschiedlichen Auswirkungen! Für empfindliche Haut sei an dieser Stelle ein chlorfreies, biologisches Reinigungsverfahren empfohlen.


Nicht nur für Sie, auch für Pilze und Bakterien ist Ihr Swimmingpool die perfekte Wohlfühloase. Im warmen Schwimmbecken-Wasser finden Mikroorganismen die idealen Lebensbedingungen. Die Desinfektion des Wassers ist also notwendig, da solche organischen Verunreinigungen weder mechanisch noch physikalisch zu entfernen sind. 


Bei der Desinfektion ist besonders auf den ph-Wert des Wassers zu achten. Dieser sollte zwischen 7,2 und 7,6 liegen – ein ganz schwach alkalischer Bereich. Ein höherer ph-Wert ist unverträglicher für die Haut, ist der ph-Wert niedriger, werden Wasserschäden an den Beckenwerkstoffen vermehrt auftreten. Um diesen ph-Wert zu ermitteln, sind regelmäßige Prüfungen unerlässlich. Die dafür erforderlichen Teststreifen gibt es in jedem Baumarkt zu kaufen.

  • Chlor

Der Pool kann bekanntermaßen durch Chlor sauber gehalten und desinfiziert werden. Durch diese weitverbreitete Methode werden Keime, Bakterien und Viren für den Menschen unschädlich gemacht. Rote Augen und trockene Haut können durch Chlor verursacht sein, beides verschwindet aber, wenn man sich gründlich mit sauberem Wasser wäscht. Die Anwendung geschieht über eine Chlor-Tablette, die in einem kleinen Behälter ins Wasser gehängt wird. Achtung, werfen Sie die Tablette nicht einfach so ins Wasser, es können Schäden an der Innenhülle des Swimmingpools entstehen. Alternativ gibt es Methoden zur Wasseraufbereitung mit Kupfer, Silber, Ozon oder durch Salzanlagen. Wer es gern biologisch mag, kann ein System der Symbiose von Teich und Pool versuchen.

  • Abwässer

Bei Ihrem Swimmingpool wird auch Abwasser anfallen. Zum Beispiel das Wasser, das bei einer Komplettentleerung. Dieses Beckenentleerungswasser ist nur minimal verunreinigt und sollte auf Ihren eigenen Grundstücksflächen entsorgt werden. Hierzu empfiehlt sich einen Pumpensumpf im Technikraum anzulegen. Dadurch können auch große Schmutzwassermengen (etwa eine gesamte Poofüllung) abgepumpt werden. Optimal wäre eine Abwasserleitung, in die auch beim Rückspülen der Pumpe das Schmutzwasser eingeleitet werden kann. Hierzu müssen Sie allerdings nachweisen, dass ein Einsickern des Wassers auf Ihrem Grundstück unmöglich ist. Erst dann können Sie eine Zustimmung des Kläranlagenbetreibers Ihrer Gemeinde einholen.

  • Kindersicherheit

Vor allem Kinder haben eine Riesenfreude am Plantschen und Schwimmen im Pool. Allerdings stellt das Wasser eine nicht zu verachtende Gefahr für die Kleinen dar. Allein in Österreich sterben jährlich rund 30 Kinder durch Ertrinken. Lassen Sie deshalb schwimmende Kinder nie unbeaufsichtigt. Schützen Sie Ihre Kinder auch durch das Aufstellen eines Zaunes rund um den Swimmingpool. Eine kindersichere Überdachung oder kindersichere Planen sind ebenfalls wirksame Maßnahmen um nicht nur Kinder, sondern auch (Haus)tiere vor dem Ertrinken zu bewahren. Achten Sie außerdem darauf, Ihren Nachwuchs nie erhitzt oder mit vollem Magen ins Becken gehen zu lassen.

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