Psychotherapie und Psychologie

Fünf Leitfragen zur Steigerung Ihres Selbstbewusstseins

junger starker Kerl

Selbstbewusste Menschen finden wir meist anziehend. Wir finden es bewundernswert, wenn sich jemand traut, vor einer Gruppe Menschen aufzustehen und zu sprechen oder gar zu singen. Es gefällt uns, wenn jemand erhobenen Hauptes und mit sicheren Schritten quer durch einen Raum schreitet, anstatt sich an den Wänden entlangzuschleichen. Imponierend empfinden wir es, wenn jemand ganz einfach so und ohne zu stammeln andere Menschen ansprechen kann. Oft stellen wir uns dann die Frage: „Kann ich auch Selbstbewusstsein lernen?“

Mangelndes Selbstbewusstsein kann verschiedene Ursachen haben. Vielleicht haben Sie ja immer wieder gehört, was Sie nicht können, es wurde Ihnen ständig gesagt, worin Sie schlecht sind. Oder Sie haben einmal eine besonders schlimme Erfahrung gemacht, die sich ganz tief in Ihnen eingeprägt hat. So etwas kann dazu führen, dass wir uns ständig hinterfragen und dass das Bild, das wir von uns selbst haben, einseitig negativ geprägt ist. Möchte ich (wieder) erlernen, selbstbewusst zu sein, ist es wichtig, mein eigenes Bild von mir ins Lot zu bringen.

Die folgenden fünf Leitfragen können Sie auf dem Weg zu einem stärkeren Selbstbewusstsein unterstützen:


1. „Möchte ich das jetzt – wirklich?“

Übernehmen Sie Selbstverantwortung: Was Sie machen oder nicht machen, liegt in jedem Moment Ihres Lebens immer in Ihren Händen. Sie alleine steuern Ihr Tun und Handeln! Gewöhnen Sie sich an, Dinge nur dann zu tun, wenn Sie sie für richtig halten. Machen Sie nicht andere für Umstände verantwortlich, in denen Sie sich nicht wohlfühlen: Ändern Sie Ihre Handlungsmuster, wenn Sie im Augenblick nicht passen.

2. „Was kann schlimmstenfalls geschehen?“
Seien Sie mutig! Machen Sie „Fehler“ – ganz so wie der amerikanische Erfinder Thomas Alva Edison, von dem man heute noch oft behauptet, er habe die Glühbirne erfunden. Von ihm sagt man, er habe sich durch seine zahlreichen Misserfolge nie entmutigen lassen. Vertrauen Sie darauf, dass jede Entscheidung, die Sie treffen, stets die richtige ist. Anstatt sich mit „Fehlern“ auseinanderzusetzen, lenken Sie Ihre Energien auf das, was gelungen ist. Sie werden sehen, es gelingt sehr viel mehr, als sie sich vorstellen.


3. „Was macht mich einzigartig?“
Mit all Ihren Eigenschaften - ob sie nun in der Gesellschaft positiv oder negativ bewertet werden – sind Sie einzigartig! Auch wenn wir in einer Gesellschaft leben, in der wir von Kindheit an daran gewöhnt werden, uns an anderen Menschen zu messen, dürfen Sie genau so sein, wie Sie sind. Hören Sie auf, andere Menschen zu bewerten, und Sie werden sehen, es fällt Ihnen auch leichter, sich selbst nicht mehr ständig zu bewerten.

4. „Was wünsche ich mir?“
Negative Gedanken über sich selbst lassen sich gar nicht so einfach abstellen, und nicht an etwas zu denken, funktioniert nicht. Was aber schon funktioniert, ist, unsere negativen Gedanken mit positiven zu überstimmen. Wenn Sie das nächste Mal in einer unangenehmen Gedankenspirale verstecken, gestalten Sie Ihren eigenen positiven Film und lassen Sie ihn in den buntesten und schönsten Farben im Geiste ablaufen. Verpacken Sie Ihre Wünsche und Visionen in diesen Film und lassen Sie sie zur Realität werden.

5. „Weiß mein Körper auch, dass ich selbstbewusst bin?“
Beobachten Sie die Körpersprache selbstbewusster Menschen und ahmen Sie sie nach. Wenn Ihr Gang eher gebückt und leise ist, zeigen Sie sich, dass es auch anders geht: Üben Sie, aufrecht zu gehen, setzen Sie beim Gehen kräftige Schritte. Wenn Sie sich dabei ertappen, dass Ihr Blick traurig und mutlos ist, ändern Sie das. Stellen Sie sich vor einen Spiegel und üben Sie, zu lächeln. Trauen Sie sich und beobachten Sie sich dabei, wie Ihre Körpersprache auch Ihr eigenes inneres Bild von sich selbst verändert.


Zu guter Letzt:
Seien Sie es sich wert, sich Ihrer selbst bewusst zu sein und zu sich zu stehen!

Beliebte Beiträge

Alle Expertentipps anzeigen