Fahrrad

Richtig am Radl? So funktioniert die Radpositionsanalyse

Der Sattel eines Fahrrades wird eingestellt

Wahrscheinlich sogar die Hälfte aller Radfahrer – egal ob Triathlon- oder Rennrad, nimmt am Fahrrad die falsche Haltung ein. Falsche Sattelhöhe, unpassende Rahmengröße oder die Breite des Lenkers ... sitzt der Radler nicht optimal, kann die Fehlhaltung zu unangenehmen Problemen führen. Wir wissen, wie Sie Fehler am besten vermeiden.


Radfahren macht Spaß und ist gesund, aber nur, wenn man die korrekte Position am Fahrrad einnimmt. Fast bei jedem Radfahrer gibt es allerdings an der Haltung etwas zu optimieren. Zu den häufigsten Haltungsfehlern zählen ein zu aufrechtes Sitzen sowie das zu gestreckte Halten der Arme. Diese Position wird oft schleichend eingenommen, um Sitz- bzw. Sattelprobleme zu kompensieren. Diese gestreckte Armhaltung hat den Nachteil, dass Stöße und Vibrationen direkt in den Körper des Radlers weitergeleitet werden. Besser wäre es sich insgesamt etwas nach vorne zu richten und die Arme leicht zu beugen – damit der Oberkörper eine Art Federwirkung übernimmt.

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Welche Probleme können auftauchen?

Es können Nackenschmerzen oder Probleme im Lendenwirbelbereich durch schlechte Sitzpositionen am Fahrrad auftauchen. Auch Knieprobleme, Schmerzen in der Hüfte und einschlafende Hände können auftauchen, diese Probleme setzen oft später ein, Muskelverspannungen spürt man allerdings sofort.

Worauf muss ich achten, um die richtige Position am Rad einzunehmen?

Prinzipiell kann man keine allgemein gültige Sitzposition festmachen – jeder Radfahrer ist anders. Die individuell richtige Sitzposition allerdings optimiert nicht nur die physische Leistungsfähigkeit, sondern vermindert Verletzungen, muskuläre Dysbalancen und funktionelle Einschränkungen. Es gilt vor allem auf diese Parameter zu achten:

Die Rahmengröße

Um die richte Rahmengröße zu finden, sollte nicht die Schrittlänge des Radfahrers als Maßstab genommen werden, sondern die Länge des Oberkörpers und dessen Flexibilität.

Der Lenker

Als Richtwert gilt: Der Lenker sollte so breit sein, wie der Abstand zwischen den vordersten Punkten der Schultergelenke des Radfahrers.

Der Sattel

  • Die Sattelhöhe: Erfahrungsgemäß ist der Sattel oft zu tief eingestellt, das liegt daran, dass man als Freizeitradler häufig absteigt. Bei der Sattelhöhe kann man auf den ersten Blick sagen, dass die Sattelhöhe passt, wenn bei waagerechter Fußhaltung des Radlers  das Knie gebeugt ist. Um diesen Kontrollpunkt zu kontrollieren muss das Pedal im Schuh eingerastet sein.
  • Die Sattelposition: Um die passende Sattelposition zu finden, stellt man die Kurbel mit waagrechter Fußstellung nach vorne. Legt man nun ein Senkblei seitlich auf der Höhe des Kniegelenks an, sollte dieses die Pedalachsel treffen.

Wie kann man die Position professionell verbessern lassen?

Wie also findet man die korrekte Fahrrad-Position? Wer auf Nummer sicher gehen will, geht zum Profi, der eine Radpositionsanalyse anbietet. Hier werden Training, Ziele und Vorbelastungen vorab geklärt und die Ist-Situation bestimmt, bevor es zur Kontrolle von Sattel, Material, Pedaleinstellungen und zur Anpassung der Schuhplatten kommt. High-End Positionsanalysen bieten auch die Erweiterung um eine sportmedizinische Muskelfunktionsanalyse und ein darauf abgestimmtes Übungsprogramm. 

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