Gartengestaltung und Gartenplanung

10 Profitipps um den Gartenweg selbst zu pflastern

Wege in Außenbereichen wie dem eigenen Garten zu legen ist auch für Laien möglich, vorausgesetzt man weiß, wie man den Unterbau richtig anlegt.

  • Drunter und drüber: Pflaster zu verlegen ist mehr als einfach die Höhe der Bodenplatte auzuheben. Damit die Verlegung von Beton und Natursteinen funktioniert und lange hält, geht’s zuerst ans Eingemachte. Denn das oberste Gebot lautet, den Untergrund richtig aufzubereiten.
  • Frostkoffer: Damit ist nicht das Reisegepäck des Weihnachtsmanns gemeint. Frostkoffer heißt das Schottermaterial, das in Schichten angelegt den Unterbau Ihres Pflasterweges bildet. Flüssigkeit wird hier abgeleitet und Ihr Natursteinpflaster vor dem Eindringen von Wasser geschützt.
  • Aushub: Um unter dem Pflaster Platz für den Frostkoffer zu schaffen, wird je nach Bodenbeschaffenheit ein Raum zwischen 25 und 70 cm Tiefe ausgehoben. Besteht die unterste Schicht des Aushubs aus Schotter ist alles gut. Treffen Sie auf dem Boden jedoch auf nicht wasserdurchlässiges Material wie Lehm ist folgendes zu beachten ...
  • Bauvlies: Ist der Unterboden lehmig, empfehlen wir ein Trennvlies oder Filtervlies zu verlegen. Es verhindert das Eindringen von Verunreinigungen in den Frostkoffer. Bei stark wasserundurchlässigem Unterboden sollten Sie sogar an den Einbau von Drainagerohren denken.
  • Unterbauplanum: Achten Sie unbedingt darauf, dass nach dem Aushub bereits ein Gefälle von 3% geschaffen ist. Nur so ist gewährleistet, dass das Wasser abfließen kann.
  • Gerüttelt, nicht gerührt: Das Einlegen des Frostkoffers oder auch Wandschotter erfolgt in mehreren Schichten. Egal für welches Material Sie sich entscheiden, es sollte immer sickerfähig und tragfähig sein. Erfahrungsgemäß eignet sich Schotter am besten.
  • Die einzelnen Schichten werden verdichtet, indem mit einer Rüttelplatte (auch bekannt als Rüttler) maschinell Druck ausgeübt wird. Der Rüttler fährt über die Schotterschicht und verdichtet durch vibrierendes Schwingen den Unterbau. So wird ein ungleichmäßiges Einsinken des Schotters verhindert.
  • Letzte Schicht: Sand. Wurde der Frostkoffer ordnungsgemäß verdichtet, kommt Sand oder Splitt als letzte Schicht vor der Pflasterung. Diese letzte Schicht sollte in einer Dicke von 4 bis 5 cm aufgetragen und nicht mehr betreten werden.
  • Auftritt, Pflaster! Zum Abschluss der vorangegangenen Schicht-Arbeit wird das Pflaster auf das Sandbett gelegt. Wurden alle Schritte ordentlich gearbeitet, steht dem langen Leben Ihres neuen Weges nichts mehr im Wege.
  • An den Profi denken: Terrassen, Wege oder Auffahrten neu zu pflastern ist körperliche Schwerstarbeit. Wenn Sie Ihren Rücken und Knie schonen wollen und dabei die Sicherheit von Profis genießen, denken Sie daran, Ihre Pflasterarbeiten von einem Handwerker machen zu lassen.

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