Fenster, Türen

Richtig lüften für ein besseres Raumklima

Neue Fenster im Schauraum

Ein wesentlicher Faktor für ein gesundes und behagliches Raumklima ist das regelmäßige Lüften. Wird zu wenig gelüftet, reichert sich die Luft mit Schadstoffen, Gerüchen und Feuchtigkeit an. Zu viel Luftzufuhr führt hingegen zu trockener Luft und hohen Energieverlusten. Was bewirkt nun richtiges, regelmäßiges Lüften:

Hygienische Luft.


Miefige und stickige Luft ist ein Anzeichen für eine hohe Schadstoffbelastung im Raum. Der menschliche Körper reagiert darauf häufig mit Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten. Durch die Atmung wird die Luft ständig mit Kohlendioxid angereichert. Das bedeutet: Je mehr Personen sich in einem Raum aufhalten, desto schneller ist die Luft verbraucht. Belastungen können aber auch von Baumaterialien und Möbeln ausgehen.


Verhindert Schimmelbildung

Ein weiterer wichtiger Faktor für Behaglichkeit und Hygiene ist die relative Luftfeuchtigkeit. In beheizten Innenräumen werden Werte zwischen 30 bis 55 Prozent als angenehm empfunden. Liegt der Feuchtigkeitsgrad unter 30 Prozent, ist die Luft zu trocken und kann sich durch Kratzen im Hals bemerkbar machen. Ist die Luft hingegen zu feucht, kann es an kalten Bauteilen zur Bildung von  Kondenswasser kommen. Dadurch steigt das Risiko für die Bildung von Schimmel. Deswegen sollte in besonders feuchtebelasteten Räumen wie Küche, Bad und Schlafzimmer stets für eine gute Durchlüftung gesorgt werden.


Wie und wann lüften?

Vor allem im Winter und in den Übergangszeiten ist regelmäßiges Lüften besonders wichtig.  Aber Achtung! In diesen Zeiten ist ein Lüftung über ein gekipptes Fenster aus zwei Gründen nicht empfehlenswert: Entweder ist der Luftaustausch zu gering oder – wenn der Austausch passt – sind die Energieverluste durch ständiges Kippen viel zu hoch.
Am besten erreicht man eine gute Durchlüftung des Raumes durch eine Querlüftung. Dazu werden für kurze Zeit Fenster und/oder Türen in einem Raum geöffnet und quergelüftet. Ist diese nicht möglich, bietet sich die Stoßlüftung mit einem weit geöffneten Fenster an.


Richtwerte für Wohnräume

Schlafzimmer sollten frühmorgens und abends gut gelüftet werden - eine

halbe Stunde nach dem Aufstehen ein zweites Mal, damit auch die

Restfeuchte aus dem Bettzeug entweichen kann.

Im Badezimmer wird wie im Schlafzimmer empfohlen, eine halbe Stunde nach dem Duschen/Baden ein zweites Mal gut zu lüften. Um Schimmelbildung und Energieverluste zu vermeiden, sollte während der Heizperiode das Badezimmerfenster niemals ständig gekippt gehalten werden.

Im Keller ist besonders in der Übergangszeit Achtsamkeit angesagt. Der Grund: Die Kellerwände sind noch kalt, die Außenluft kann hingegen schon recht warm sein und eine entsprechend hohe Luftfeuchtigkeit haben. Wenn nicht entsprechend gelüftet wird, setzt sich die Feuchtigkeit der Außenluft an den kalten Kellerwänden ab. Am besten nachts bei tieferen Temperaturen und geringerer Luftfeuchte lüften.

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