Badezimmer, Sanitär

Die 8 wichtigsten Dinge, die Sie bei der Planung Ihres neuen Bades wissen sollten

Badezimmer

Sie wollen den langersehnten Wunsch zum Bad-Umbau in die Tat umsetzen? Dazu sollten Sie im Vorfeld schon einiges beachten! Ein Badezimmer ist kein „normaler“ Wohnraum, der sich rasch und einfach umgestalten lässt, indem man ein paar Möbel umstellt. Bei der Badplanung müssen Sie für Jahre im Voraus denken und klare Entscheidungen treffen. Wie Sie das zustande bekommen? Am besten mit unserem Expertentipp.


1.) Grundsätzliche Überlegungen

Egal, ob Sie sich für Renovierung, Sanierung oder Neubau Ihres Badezimmers entscheiden, zuallererst müssen Sie sich grundlegende Gedanken machen. Wie viele Familienmitglieder benutzen das Bad im Moment und wie wird das in Zukunft sein? Gibt es körperlich eingeschränkte Menschen oder Rollstuhlfahrer, die das Bad benutzen (werden)? Brauchen Sie Doppelwaschbecken oder vielleicht einen barrierefreien Einstieg zur Dusche? Vielleicht eine Fußbodenheizung, eine Whirlwanne oder ein Bidet?

Im Durchschnitt werden Bäder alle 20 Jahre erneuert, eventuelle Fehlentscheidungen lassen sich kaum noch ändern. Überlegen Sie frühzeitig und intensiv, was für die kommenden Jahre das richtige für Sie ist.

2.) Zeichnen/Planen/Wünschen

Die richtige Planung beginnt mit einer ersten Zeichnung. Bringen Sie den Raum zu Papier und machen Sie sich Gedanken zum vorhandenen Platz und der Aufteilung. Was hat Ihnen bei Ihrem „alten“ Bad gefallen und was möchten Sie auf jeden Fall ändern? Spielen Sie alle Möglichkeiten durch. Vielleicht ergibt sich ja eine Erweiterung des Badezimmers durch die Verbindung mit einem anderen Raum? Haben Sie vielleicht eine angrenzende Abstellkammer, die das Bad vergrößern könnte? Die Planung großer Bäder fällt natürlich leichter, kleine Bäder müssen umso genauer geplant sein. Vergessen Sie nicht auf die Ecken und Nischen, die Sie durch entsprechende Badezimmer-Möbel als praktischen Stauraum nutzen können.


Ziehen Sie bei Bedarf auch in der Planungsphase Experten zu Rate. Die Fachleute wissen, was technisch und statisch umsetzbar ist und was nicht.


3.) Wohndauer überlegen

Bedenken Sie, ob Sie die gesamte Wohnung in den nächsten Jahren nutzen werden. Heutzutage gibt es schon viele Möglichkeiten, Bade-Interieur bei Umzügen mitzunehmen. Dampfbäder, Duschen oder Whirlwannen, die selbststehend und nicht eingefliest sind, lassen sich auch in eine neue Wohnung transportieren.


4. ) Mehr Licht, mehr Luft

Wie sieht es mit den Lichtverhältnissen in Ihrem neuen Bad aus? Wie wäre es zum Beispiel mit Tageslicht, ließe sich das realisieren? Was hat Ihnen an Ihrer bisherigen Beleuchtung gut gefallen? Soll es einzeln schaltbare Leuchten geben und die Möglichkeit das Licht zu dimmen? Überlegen Sie die einzelnen Bereiche wie Waschtisch oder Wickeltisch individuell zu beleuchten. Wo soll es direktes und wo indirektes Licht geben?

Die richtige Belüftung im Badezimmer ist wesentlich. Haben Sie die Möglichkeit ein Fester im Bad einzubauen, ist das für die Belüftung optimal. Ansonsten achten Sie darauf die Tür mit einem Gitter für die Zugluft auszustatten. Auch ein Ventilator ist in fensterlosen Bädern unbedingt erforderlich.


5.) Designs wählen

Haben Sie alle Entscheidungen über die Raumaufteilung Ihres Bades getroffen, können Sie die Planung Ihrer Ausstattung in Angriff nehmen. Wie sollen Ihre Fliesen und Sanitäranlagen aussehen? Wollen Sie es lieber schlicht und zeitlos, oder bevorzugen Sie moderne und vielleicht ausgefallene Designs? Machen Sie sich im Internet schlau, stöbern Sie durch Zeitschriften oder besuchen Sie Badaustellungen. Hier können Sie sich übrigens auch gleich den richtigen Badplaner und Handwerksbetrieb empfehlen lassen.


Egal für welchen Stil Sie sich entscheiden, wichtig ist bei der Ausstattung auf Markenware zu bestehen. Einrichtungsteile können mitunter auch kaputt gehen, dann ist es wichtig, die originalen Ersatzteile nachkaufen zu können. Seien es Accessoires, Duschwände oder die dazugehörenden Schienen, die Schönheit und Qualität Ihres neuen Bades bleibt durch Originalteile einfach besser erhalten.


6.) Finanzierung/ Fördergelder

Auch der vielleicht unangenehme Teil des Bad-Umbaus, die Finanzierung, muss vorab gut durchgedacht sein. Legen Sie fest, welche finanziellen Mittel Sie zur Verfügung haben und legen Sie einen dementsprechenden Rahmen fest.


Wenn Sie im Zuge Ihrer Renovierung oder Badsanierung neue Fenster einbauen oder Ihre Heizung komplett erneuern, können Sie vielleicht mit Fördergeldern rechnen. Mögliche Finanzspritzen gibt es unter Umständen auch, wenn Sie vorhaben, Ihr Bad vorsorglich altersgerecht umzubauen. Informieren Sie sich diesbezüglich bei den zuständigen Behörden.


7.) Die richtigen Partner finden

Egal ob Neubau oder Umbau Ihres Bades, suchen Sie sich auf jeden Fall die richtigen Partner. Professionelle Architekten, Innenarchitekten, Badplaner oder Sanitärfachleute werden Sie zu einem kostenlosen Termin vor Ort treffen. Neben einer umfassenden Kenntnis ihrer Produkte und Dienstleistungen, werden Profis auch konkret auf Ihre Wünsche und Vorstellungen eingehen. Von einer Arbeit auf Basis einer „Nachbarschaftshilfe“ ist unbedingt abzuraten. Es kann zu Fehlern in der Verarbeitung kommen, die zuerst unsichtbar langfristig schwere Schäden hervorrufen. Gerade in Feuchträumen ist es überaus wichtig, die Wände und den Boden fachgerecht abzudichten. Bitte wenden Sie sich dafür an einen Sanitär-Handwerksbetrieb.

Holen Sie von den in Frage kommenden Umbau-Partnern schriftliche Kostenvoranschläge ein. Diese sind kostenfrei und unverbindlich, prüfen Sie also ruhig mehrere Anbieter. Erfahrungsgemäß sind die billigsten nicht zwangsläufig auch die besten Partner. Sie wünschen sich volle Preissicherheit? Suchen Sie ein Unternehmen mit dem Sie eine Fixpreisvereinbarung treffen können.


8.) Auftrag vergeben

Wenn Sie soweit sind, einen Auftrag fix zu vergeben, setzen Sie unbedingt gleich einen Zeitrahmen für die Sanierungsarbeiten fest. Lassen Sie sich die genauen Abläufe erklären. Fragen Sie die engagierten Fachleute nach Lösungen zum Thema Staubschutz. Und: benachrichtigen Sie Ihre Nachbarn über mögliche Beeinträchtigungen durch Bauarbeiten.


Ein kurzer Überblick über die wichtigsten Gedanken, die Sie sich vor der Planung Ihres neuen Bades machen sollten:

Grundsätzliches

Was will ich? Was brauche ich?

Pläne zeichnen

Wie viel Platz habe ich?

Wohndauer

Wie werde ich das Bad in den nächsten Jahren nutzen?

Beleuchtung, Belüftung

Welche Leuchten will ich? Fenster oder Ventilator?

Design

Welche Fliesen will ich? Welche Badmöbel?

Finanzen

Welche finanziellen Mittel habe ich?

Partner

Welche Fachleute setzen mein Projekt um?

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