Hafner

Infrarotheizung im Faktencheck

Im Inneren eines Schauraumes

Infrarotpaneele sind derzeit in aller Munde. Aber wie funktionieren sie eigentlich? Welche Vor- und Nachteile bietet diese Heizform tatsächlich und welcher Wärmetyp bin ich eigentlich? Unser Faktencheck gibt die Antworten.


Wie funktioniert eine Infrarotheizung?

Auch wenn es vielleicht den Anschein hat: „Heizen mit Infrarot“ ist weder eine neue Erfindung, noch ein Trend. Ganz im Gegenteil! Seit hunderten von Jahren heizen wir mit Infrarot. Denn grundsätzlich ist jeder Heizkörper, der die Wärme abstrahlt  (ohne Liftzirkulation abgibt) ein klassischer Infrarotheizkörper, so auch der beliebte Kachelofen.

Bei Infrarotheizkörpern wird die Wärme über die Oberfläche in Form von Strahlungswärme abgegeben. Wenn wir uns im Strahlungsradius der Wärmequelle befinden, haben wir auch bei geringer Umgebungstemperatur das Gefühl wohliger Wärme. Ein oft zitiertes Beispiel: „Ein bisschen so, als säßen wir vor einer Skihütte nur mit T-Shirt in der Sonne.“


Im Gegensatz zur Strahlungs- bzw. Infrarotwärme, bei der die Gegenstände durch Strahlung erwärmt werden, wird bei der sogenannten Konvektionswärme die Luft erwärmt.


Welcher Wärme-Typ bin ich?

Bevor Sie sich für eine Infrarot-Heizung entscheiden, macht es also Sinn, sich über die eigenen Bedürfnisse klar zu werden. Jeder hat ein individuelles Gespür dafür, wo die Wärmequelle optimal platziert sein soll und welche Wärme als angenehm empfunden wird. Der Wärmebedarf hängt zudem stark vom Wohnraum und Wohnverhalten ab. Frauen und ältere Menschen haben zum Beispiel oft einen erhöhten Wärmebedarf.

Auch die Vor- und Nachteile eines Infrarotpaneels können zu einer optimalen Entscheidung beitragen.


Die Vorteile von Infrarotheizungen auf einen Blick

  • flexible Wärme – ganz nach Ihrem Bedarf
  • dekorativ und platzsparend in der Ausführung
  • kostengünstig in Anschaffung und bei bedarfsgenauem Betrieb

Was sind die Nachteile?

  • „kalte Ecken“ außerhalb des Strahlungsradius
  • Um Energiekosten zu sparen, sind bedarfsorientiertes Heizen bzw. eine gute Steuerung Voraussetzung
  • Es wird viel versprochen, (Energiekosten-Einsparung, Mittel gegen Schimmel) was nicht gehalten werden kann

Fazit:

Das optimale Heizsystem sollte immer auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt sein und kann zum Beispiel auch eine Kombination aus Speicherheizung, Infrarotpaneelen, einer Fußbodenheizung, eine oder einem Kamin sein. 

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