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Rauchmelder geben Sicherheit

Rauch umweht einen Rauchmelder

Jedes Jahr sterben Menschen bei Wohnungs- und Eigenheimbränden an Rauchgasvergiftungen. Nur ein paar Atemzüge reichen für eine tödliche Dosis. Doch viele dieser tragischen Todesfälle ließen sich vermeiden – durch die Montage von Rauchmeldern. Diese geben, wenn sie Rauch erkennen, einen Warnton schon zu einem Zeitpunkt ab, zu dem die Bewohner noch flüchten können. Wir sagen Ihnen das Wichtigste über die kleinen Lebensretter.

  • Welche Ausstattung sollte ein Rauchmelder haben?
    Gute Rauchmelder haben einen Testknopf zum Prüfen des Alarmtones und ein optisches Signal (Blinklicht), das zeigt, dass der Rauchmelder in Betrieb ist. Und sie geben ein Warnsignal ab, wenn die eingebaute Batterie leer ist – bis zu einem Monat.
  • Wo sollten Rauchmelder installiert sein?
    Das Österreichische Institut für Bautechnik empfiehlt, in allen Auf­enthaltsräumen (außer in Küchen) und in Fluchtgängen Rauchmelder zu installieren. Das bedeutet: im Schlaf-, im Wohn-, im Arbeits- und im Vorzimmer. Rauchmelder in Küche und Bad sind nicht zweckmäßig, weil Wasserdampf und Staub Fehlalarme auslösen können. Die Installation ist in der Regel sehr einfach, da Rauchmelder mit Batterie betrieben werden und keine zusätzlichen Verkabelungen notwendig sind.
  • Welche Rauchmelder gibt es?
    Grundsätzlich gibt es drei Systeme: foto-optische, thermo-optische und Ionisationsrauchmelder. Die üblichste Variante sind foto-optische Rauchmelder, die einen Infrarotstrahl verwenden, der Rauchpartikel in der Luft erkennt. Thermo-optische Rauchmelder funktionieren gleich, nur haben sie zusätzlich einen Wärmemelder integriert. Ionisationsrauchmelder reagieren bereits auf minimalste Partikelkonzentrationen, doch sie sind in Europa selten, da sie ein radioaktives Element im Inneren haben (im Normalbetrieb unbedenklich), das speziell entsorgt werden muss.
  • Gibt es eine Rauchmelderpflicht?
    In acht österreichischen Bundesländern (Ausnahme Salzburg) gilt die Verordnung, dass in jeder neuen Wohnung und jedem neuen privaten Eigenheim Rauchwarnmelder installiert werden müssen. Ältere Immobilien müssen nur in Kärnten nachgerüstet werden. Brandschutzexperten empfehlen das aber allen Eigentümern von älteren Immobilien.

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