Fußboden

Die Wahrheit über Fußbodenheizung und Parkett: Worauf Sie wirklich achten müssen

Prospekte von Parkettböden zeigen Produkte

Das Gerücht, Massivparkett und Fußbodenheizung passen nicht zusammen, hält sich hartnäckig. Die Wahrheit ist, Massivparkett ist eine homogene Masse und deshalb der ideale Wärmeleiter, perfekt in 16 mm Stärke. Fußbodenheizung und Massivparkett? Ein eindeutiges Ja!


Massivparkett

Da das Holz durch eine Fußbodenheizung starken Temperaturen ausgesetzt ist – und sich je nach Wärme, Kälte, Luft- und Holzfeuchtigkeit ausdehnt und zusammenzieht, ist die Wahl der richtigen Holzart ausschlaggebend. Der Härtegrad (und somit die Dichte) des Holzes spielen eine wesentliche Rolle: gut geeignet sind Kirsche, Eiche, Nussbaum oder Esche. Ungeeignet sind Ahorn, Buche, Akazie und Birne.


Um eine Änderung der Dimension zu verhindern und Fugenbildung zu vermeiden, sollte die Oberfläche des Estrichs nicht wärmer als 27° C werden.

Was den Untergrund betrifft, so wird von Experten Heizestrich empfohlen. Der Estrich muss absolut eben, frei von Farb- und Ölflecken und staubfrei sein. Er darf auch nicht absanden. Die Dicke des Parketts sollte zur besten Wärmeleitung zwischen 12 und 20 mm liegen. Idealerweise beträgt die Stärke 16 mm.


Was die Stabilität betrifft, so hat die Firma Deisl ein eigenes, patentiertes Stabilisierungs-System entwickelt, welches die Bildung störender Fugen wirkungsvoll vermeidet.


Wichtig für das Zusammenspiel von Fußbodenheizung und Parkettboden ist außerdem die Oberflächenveredelung des Bodens. Hier sollten Sie zu einem geölten Parkettboden greifen, hier bleiben die Poren des Holzes offen. Das bewirkt, dass Feuchtigkeit besser aufgenommen und abgegeben werden kann.


Die Vorteile einer Fußbodenheizung liegen auf der Hand: neben der Ersparnis oft unschöner Heizkörper können Sie auch noch die Haushaltskasse schonen. Sie können die Raumtemperatur gegenüber herkömmlichen Heizsystemen um etwa 3°C niedriger halten und werden es nicht spüren. Einsparungen Ihres Energieverbrauchs sind also gegeben. Gleichfalls tun Sie durch diese Ressourcenschonung auch etwas für die Umwelt.


Was Sie tun können:

Um ein Abtrocknen Ihres Parketts zu verhindern, sollte Sie – vor allem in der trockenen Heizperiode – für Feuchtquellen in Ihrer Wohnung sorgen. Das bedeutet kein langes Lüften und eventuell einen Luftbefeuchter in Betrieb nehmen. Auch Zimmerpflanzen sind hilfreich. Parkettprofis empfehlen eine genaue Kontrolle des Raumklimas mittel Hygrometer.

Haben Sie unter Ihrem Parkett eine Fußbodenheizung, sollten Sie außerdem auf dicke Teppiche verzichten.

Wenn Sie Ihren Parkettboden ölen, empfiehlt sich beim Vorhandensein einer Fußbodenheizung die Verwendung von oxidativen Ölen.


Hier noch ein Überblick über die wichtigsten Dinge, die zu beachten sind, wenn Sie eine Fußbodenheizung unter Ihren Parkettboden wollen:

  •       Beginnen Sie beim richtigen Estrich für den Unterboden
  •       Verwenden Sie ausschließlich geeignetes Parkett (Massivparkett) und die             richtigen Holzarten
  •       Sorgen Sie vor allem in den Wintermonaten für ausreichend
          Luftfeuchtigkeit
  •       Überschreiten Sie NICHT die Oberflächentemperatur vom Estrich von 27°           Celsius
  •       Kontrollieren Sie Ihr Raumklima mit einem Hygrometer

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