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Fotografieren im Frühling – Tipps für die Praxis

Frühlingsfoto

Der Frühling ist für uns Fotografen und Fotobegeisterten eine herrliche Jahreszeit. Die Tage werden länger, die Farben kehren in die Natur zurück. Es ist der ideale Zeitpunkt die Kamera noch öfter in die Hand zu nehmen, um auf die Jagd nach tollen Fotos zu gehen. Wir verraten Euch hier einige der wichtigsten Tipps, um noch bessere Fotos im Frühling zu bekommen.

Viele weitere Tipps gibt es auf unserer Webseite www.grazerfotoschule.at und unserem Fotografie – Onlinekurs: http://bit.ly/Online-Fotokurs


Licht

Das Licht ist wie der Pinsel, der unseren Motiven erst Struktur und Farbe verleiht. Im Gegensatz zum Winter müssen wir schon deutlich früher aufstehen, um die ersten Sonnenstrahlen zu erhaschen. Besonders die Stunde vor und nach Sonnenauf- und Sonnenuntergang eigenen sich perfekt zum Fotografieren, weil sich in dieser Zeit das Licht extrem schnell ändert und daher wirklich vielseitig ist. Vom weichen Pastelllicht bevor die Sonne aufgeht, oder nachdem sie untergegangen ist, bis zu kräftigen harten Schatten der orangen Morgen und Abendsonne, ist in kurzer Zeit jede spannende Lichtsituation dabei.


Morgenfrost und Sonnenschein

Gerade im Frühjahr gibt es oft die wunderschöne Kombination aus Morgenfrost auf bunten Blüten oder herzhaft gesättigten Blättern. Während im Winter Eiskristalle nur selten in bunten Umgebungen anzutreffen sind, bietet das Frühjahr hier oft eine fast unendliche Auswahl an Motiven, die in der kräftigen Morgensonne funkeln und erstrahlen. Es lohnt sich den Wecker etwas früher zu stellen.


Details

Neben dem Blütenmeer als Ganzes bietet es sich ganz besonders an auch Detailaufnahmen von Pflanzen und Insekten zu machen. Noch näher taucht man in diese faszinierende Welt mit einem Makroobjektiv ein. Zu beachten ist hierbei die Verschlusszeit auf jeden Fall kurz genug zu wählen, um Bewegungen vom Motiv (z.B. durch Wind oder auch dem eigenen Verwackeln) zu reduzieren. Besonders im Nahbereich treten diese sehr schnell auf und können das Glücksgefühl eines tollen Fotos im Nachhinein leider trüben.


Alles eine Frage der Perspektive

Motive aus der üblichen Entfernung und Höhe zu fotografieren wird nur selten einen Wow-Effekt beim Betrachter auslösen. Der Grund ist: Man kennt es schon und hat es bereits 1000-fach gesehen.

Gehen Sie daher näher ran und verändern Sie Ihren Standpunkt. Gehen sie auch bei kleinen Motiven auf „Augenhöhe“ oder verwenden sie ungewohnte und kreative Aufnahmeorte. Wie oft haben Sie beispielsweise schon eine Blume von unten fotografiert?


Bildgestaltung: Reduzierung auf das Wesentliche

Oft kann man sich bei schönen Gärten oder Landschaften gar nicht entscheiden welches Motiv man denn in Szene setzen möchte. Bei vielen gemachten Bildern ist genau dass, das Problem: Man versucht möglichst viel auf Bild zu bekommen und man sieht den Fotos diese Unschlüssigkeit geradezu an. Unser Tipp ist daher: Kurz innehalten und überlegen. Welches Sujet begeistert mich? Und wie kann ich dieses eine Motiv bestmöglich in meinem Bild festhalten. Die Konzentration auf weniger Motive, diese jedoch umso bewusster zu fotografieren wird Ihre Bilder auf das nächste Niveau bringen.


Verwendung eines Polfilter

Polfilter bieten mehrere Anwendungsfälle. Im Umgang mit Fotos von Blüten und Blättern, sowohl als Hauptmotiv, als auch als Hintergrund für Porträts helfen diese Filter dabei Spiegelungen zu minimieren und somit kräftigere Farben und weniger Reflexionen zu bekommen. Diesen Effekt kann man auch in der Bildbearbeitung nicht imitieren. Wichtig ist den Polfilter durch geschicktes Drehen passend auf das jeweilige Bild einzustellen.

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