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So bewahren Sie den Durchblick: alle Tipps zur Pflege und Reinigung Ihrer Kamera

Eine Fotokamera in einem Fotogeschäft

Haben Sie hin und wieder mit Flecken, Schatten oder verschwommenen Aufnahmen zu kämpfen? Wir entwarnen: meist ist die Technik Ihrer Kamera durchaus in Ordnung – Ihre Probleme sind auf Verschmutzungen zurückzuführen. Denn ja, Ihre Digitalkamera ist ein sensibles Wesen und die nötige Pflege und Reinigung sind ein Muss, um den Spaß am Fotografieren noch lange zu erhalten. Alle Dos und Don´ts zur optimalen Wartung von Objektiv, Sensor und Gehäuse Ihrer Fotokamera erfahren Sie hier:


Objektiv

Das Objektiv ist das Auge Ihrer Kamera, seien Sie achtsam im Umgang damit. Entfernen Sie den Objektivdeckel ausnahmslos zum Fotografieren und bewahren Sie Ihre Kamera generell in einer gepolsterten Fototasche auf.

Verschwommene und unscharfe Bilder zeugen meist von einer Verschmutzung des Objektivs. Ist Ihr Objektiv stark verstaubt, greifen Sie am besten zum einem Reinigungspinsel oder einem geeignetem Blasebalg zur Reinigung. Profis holen sich ein eigenes Linsenreinigungsset aus dem Fotofachhandel.

Ist der grobe Schmutz entfernt, säubern Sie die Linse mit einem Mikrofasertuch oder feuchten Brillen-Reinigungstüchern.

Achtung: gehen Sie bei der Reinigung besonders vorsichtig vor, um feine Kratzer auf dem Glas zu vermeiden. Aus diesem Grund sollten Sie auch unbedingt auf die Verwendung von Taschentüchern zur Reinigung verzichten! Um auf Nummer Sicher zu gehen und Schäden auszuschließen, lassen Sie die Reinigung Ihres Objektivs durch ein Fachgeschäft vornehmen.

Wollen Sie die empfindliche Vorderseite des Objektivs schon im Vorfeld schützen, empfehlen Experten einen farbneutralen UV-Filter oder SkyLight-Filter. Dieser kann am Gewinde befestigt werden und dauerhaft am Objektiv bleiben. Durch den Schutz des Filters ist der Umgang weniger heikel – Wassertropfen oder Schmutz können auch unterwegs entfernt werden. Und ist der Filter mal etwas zerkratzt, kann dieser einfach und kostengünstig getauscht werden.


Sensor

Haben Sie eine Digitale Spiegelreflexkamera mit Wechselobjektiven, sollten Sie immer darauf achten, den Wechsel der Objektive nicht in staubiger Umgebung vorzunehmen. Haben Sie das Objektiv von der Kamera entfernt, halten Sie Ihre Kamera mit der Öffnung nach unten, um ein Festsetzen von Staub am Sensor zu verhindern. Ist es dennoch passiert, dass der Aufnahmesensor verschmutzt ist – Blütenstaub etwa ist besonders hartnäckig - gehen Sie folgendermaßen vor:

Zuerst stellen Sie sicher, dass der Akku Ihrer Kamera voll geladen ist, da Sie bei Ihrer SLR Kamera (Spiegelreflexkamera) den Spiegel über Dauerbelichtung hochklappen müssen.

Die Reinigung erfolgt mit speziellen Reinigungssets. Die sensible Sensoroberfläche wird mit den geeigneten, feuchten Reinigungsstäbchen abgewischt. Achtung: Nicht zu fest andrücken! Aus dem getränkten Stäbchen darf nicht zu viel Flüssigkeit austreten. Wischen einmal rasch über den Sensor und wieder zurück. Das Reinigungsstäbchen danach nicht noch einmal verwenden.
 

Sie testen die Sauberkeit des Sensors am besten, indem Sie vor und nach der Reinigung ein Bild bei geschlossener Blende in Richtung Himmel schießen.

Der erste Schritt einer professionellen Reinigung ist die Säuberung der Sensoroberfläche mittels einem elektrostatisch aufgeladenem Spezialpinsel. Ein absolutes No-Go bei der Sensorreinigung ist die Verwendung von Druckluft innerhalb des Kameragehäuses. Überhaupt empfiehlt sich bei diesem eher heiklen Reinigungsvorhaben der Gang zum Kamera-Profi.

Gehäuse

Durch richtige Handhabung und Pflege hält auch die Freude an Ihrem Kameragehäuse länger. Da das Gehäuse Stößen und Staub häufig ausgesetzt ist, sollten Sie es regelmäßig mit einem Staubpinsel –entweder mit oder ohne Blasebalg – reinigen. Verschmutzte Gehäuseteile können durchaus mit einem leicht feuchten Tuch abgerieben werden. Je robuster Ihre Kamera ist, desto mehr Wasser dürfen Sie verwenden. Bitte niemals Lösungsmittel wie Alkohol oder Benzin zur Reinigung verwenden. Das Gehäuse wird dadurch angegriffen und beschädigt. Wischen Sie die Kamera danach sorgfältig trocken.


Achtung: bitte öffnen Sie Ihre Kamera nie selbst, dadurch erlischt die Garantie des Herstellers. Vermuten Sie, dass sich Sand oder Flüssigkeit im Inneren Ihrer Kamera befinden, sollte Sie der nächste Weg zum Fotofachhändler führen.


Besitzen Sie eine wasserdichte Kamera, spülen Sie diese nach dem Gebrauch im Meer komplett mit Süßwasser ab. So vermeiden Sie Salzflecken. Auch hier gilt, je eher Sie Ihre Kamera nach Verwendung in einer geeigneten Tasche verstauen, desto weniger müssen Sie später hartnäckige Verschmutzungen mühevoll entfernen.

Tipp: auch Ihre Kameratasche will gepflegt sein. Säubern Sie das Innere der Tasche mit einem Staubsauger von Staub und Schmutz. Vergessen Sie vorher nicht, kleine Utensilien wie Speicherkarten aus der Tasche zu entfernen.

Für den Monitor und das LCD Display empfehlen Experten die Reinigung mit Mikrofaser-Tüchern oder feuchten Brillen-Reinigungs-Tüchern.


Extras

Die Anschlüsse der Kamera wie etwa die USB-Schnittstelle müssen ebenso sauber gehalten werden. Nur so wird eine korrekte Datenübertragung möglich. Ist die Schnittstelle verschmutzt, können Sie dem Staub mit Druckluft aus der Dose zu Leibe rücken.


Die gleiche Reinigungs-Methode können Sie auch für die Reinigung des Kartenslots anwenden. Gehen Sie dabei immer sehr vorsichtig vor. Die Speicherkarten selbst sollten vor Fett und Schweiß durch direkten Hautkontakt geschützt werden.


Hier ein Überblick über die absoluten No-Gos der Kamerareinigung:

  •       Nie grob oder mit zu festem Druck arbeiten
          Keine Taschentücher zur Reinigung verwenden – Kratzergefahr!
          Objektivwechsel nicht in staubiger oder sandiger Umgebung vornehmen
  •       Nicht mit scharfen Lösungsmitteln wie Alkohol säubern
  •       Die Kamera auf gar keinen Fall selbst öffnen und in ihre Einzelteile zerlegen

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