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Fittes Fahrrad: Die 7 besten Tipps, um in die Gänge zu kommen ...

Ein Mann repariert in einer Werkstatt ein Fahrrad

Fahrradfahren ist gesund und lustig obendrein. Wer rund ums Jahr in die Pedale tritt, sollte seinem Bike auch die entsprechende Wartung und Pflege gönnen. Wir haben den optimalen Fahrrad-Check zum startklar werden und bleiben ...

Egal, ob Sie Ihr Fahrrad das ganze Jahr über in Gebrauch haben, oder in der kalten Jahreszeit einmotten, ein sorgsamer Check Ihres Drahtesels sorgt nicht nur für eine schönere Optik sondern auch für eine höhere Fahrsicherheit.

Wir haben die besten Tipps und Tricks, wo Sie selbst handgreiflich werden können, und wann es besser ist, den Fachmann an die Pedale zu lassen.

  • Sichtkontrolle, Reinigung: Eine gründliche Reinigung lässt Ihr Fahrrad nicht nur optisch in neuem Glanz erstrahlen, durch die regelmäßige Entfernung von Staub und Schmutz reduzieren Sie auch Verschleißerscheinungen. Rahmen, Gabel und Felgenflanken sind einfach zu säubern. Was Sie dazu brauchen, ist warmes Wasser, ein Spülmittel oder speziellen Fahrradreiniger und einen Putzlappen. 

    Grobe Verschmutzungen werden am besten mit einem Gartenschlauch (bitte weich einstellen) abgespritzt. Auf Hochdruckreiniger oder Dampfstrahler sollte unbedingt verzichtet werden, da durch den hohen Druck Dreckpartikel und Wasser in die Lager gepresst werden können. Dies kann den Lagern den Garaus machen. Ist der Drahtesel sauber, können Sie auch besser erkennen, wo sich eventuelle Gefahrenstellen befinden. Prüfen Sie Ihr Rad auf Brüche und Roststellen, Risse oder Kratzer.
  • Laufräder und Reifen: Wie sieht es mit den Speichen und Felgen aus? Sind Sie festsitzend oder irgendwo verbogen oder verschlissen? Überprüfen Sie, ob der Mantel gleichmäßig auf der Felge sitzt und die Räder richtig in der Gabel. Lassen sich die Laufräder ohne Widerstand an der Achse drehen? Wenn nötig, schmieren Sie ein klein wenig Öl auf die Nabe. 

    Wenn das Laufrad beim Drehen „eiert“, liegt das meist an einem Schlag oder Stoß, den Felge abbekommen hat. Hier hilft der Fachmann weiter. Er hat das richtige Werkzeug um den „Achter“ wieder zu zentrieren. Achtung: Wenn Sie beim Fahren ein „unrundes Gefühl“ beschleicht, muss das nicht unbedingt ein Achter sein. Meist liegt ein Gewebeschaden am Reifen vor. 

    Sind die Reifen stark abgefahren oder rissig? Wenn Sie an diesen Teilen Beschädigungen ausfindig machen, ist der Gang zum Fahrradprofi ein Muss, denn hier steht Ihre Fahrsicherheit am Spiel. Bei unbeschädigten Rädern und Reifen wenden Sie sich dem Reifendruck zu. Prüfen Sie den zulässigen Luftdruck an der Reifenflanke und pumpen Sie Ihre Reifen bei Bedarf auf. Rennräder mit dünneren Reifen brauchen etwa 4 Bar, dickere Reifen wie bei einem Moutainbike benötigen 7 Bar. Achtung: Der Luftdruck soll sich auch dem Gewicht des Fahrers unterordnen. Je schwerer der Fahrer, desto höher der Luftdruck. Um sicher zu gehen, dass kein Loch im Schlauch ist prüfen Sie den Druck nach einiger Zeit erneut.
  • Rahmen: Vor allem nach Stürzen ist es wichtig, den Fahrradrahmen zu kontrollieren. Ist Ihr Rahmen durch Beulen oder Risse beschädigt, heißt es sofort ab zum Fachhändler. Es kann durchaus sein, dass ein Rahmen bei einer der nächsten Ausfahrten bricht. 
  • Fahrradbremsen: Hier sind Reibereien erwünscht! Überprüfen Sie regelmäßig die Position und den Zustand Ihrer Bremsbeläge. Falls die Bremssättel nicht ordentlich auf der Felge liegen, müssen Sie nachjustieren. Der Abstand zwischen Bremssattel und Felge sollte etwa 2 Millimeter betragen. Ist der Bremsbelag stark abgenützt, gehört er ausgetauscht. Abgenützte Beläge verschlechtern die Bremsleistung extrem und können Felge oder Bremsscheibe beschädigen. 
    Wenn Sie die Bremshebel bereits bis zum Anschlag zurückziehen müssen, empfiehlt es sich – je nach System – die Bremsseile zu kürzen. Sollte die Bremse schwer ziehen, fetten Sie die Drehpunkte und beweglichen Teile der Bremse, sowie die Bremszüge ein. Für Arbeiten an den Bremsen sollten Sie besser zum Fachmann gehen. 
  • Lenker: Überprüfen Sie, obdie Lenkstange Ihres Fahrrades fest und gerade im Vorbau sitzt. Schalthebel, Bremshebel und eine gut funktionierende Glocke sollen ebenso fest am Lenker montiert sein.
  • Beleuchtung: Achten Sie darauf, dass sämtliche Beleuchtungen Ihres Fahrrades unbeschädigt vorhanden sind. Testen Sie die Funktion der Lämpchen oder das Vorhandensein voller Batterien, damit Sie nicht unerwartet im Dunkeln radeln. Sie benötigen einen weißen Frontstrahler und einen großen, roten Rückstrahler. Die Scheinwerfen müssen korrekt ausgerichtet sein. Pro Rad sollen jeweils zwei gelbe Reflektoren in den Speichen sitzen. An den Pedalen brauchen Sie vorne und hinten gelbe Reflektoren. Alle Reflektoren sollten sauber und ohne Risse sein. Prüfen Sie die Kontakte und den festen Sitz aller Drähte. Stellen sich sicher, dass die Kabelverbindung zum Dynamo funktioniert. Der Dynamo soll richtig auf dem Reifen aufliegen. Schäden an den Beleuchtungselementen werden vom Profi repariert.
  • Antrieb (Kette): Macht Ihre Fahrradkette unangenehme Geräusche wie Knirschen oder Quietschen, ist das ein Ruf nach Kettenöl. Um Verschleiß zu verhindern, reinigen Sie Ihre Fahrradkette vor dem Ölen. Dann drehen Sie die Pedale in hohem Gang rückwärts und tragen dabei tröpfchenweise Öl auf. Um das Öl gleichmäßig zu verteilen, schalten Sie alle Gänge des Rades durch. Ziehen Sie am Ende ein Tuch über die Kette, um überschüssiges Öl abzunehmen. 

    Springt Ihre Kette häufig heraus, sollten Sie die Kettendehnung vom Fahrrad-Fachmann überprüfen lassen. Eine gedehnte Kette beschädigt nicht nur die Zahnkränze, oftmals muss man auch die hinteren Ritzel austauschen. Ohnehin ist es ratsam, Ihre Fahrradkette – je nach Fahrintensität – etwa alle 500 Kilometer auf ihre Ausdehnung kontrollieren zu lassen. Der Profi verwendet hierfür eine Kettenlehre (Messlehre). Teure Folgeschäden werden so wirksam verhindert.
  • Schaltung: So kommen Sie in die Gänge! Prüfen Sie, ob sich alle Gänge problemlos einlegen lassen. Justieren Sie das Schaltwerk Ihres Rades bei Bedarf neu, falls ein Gang rattert. Hin und wieder sollten Sie auch die Drehpunkte des Schaltwerks mit einem Tropfen Öl schmieren. Die komplette Schaltung lassen Sie am besten von Ihrem Fahrrad Service einstellen. 
  • Fahrradsattel: Prüfen Sie Ihre Sitzposition. Der Sattel soll waagerecht und gerade nach vorne ausgerichtet sein. Außerdem ist es wichtig, dass der Sattel nicht die mögliche Höhe überschreitet. Ist Ihr Sattel aus Leder, gönnen Sie Ihm hin und wieder die richtige Pflege. 

    Um tagaus tagein sicher mit dem Fahrrad unterwegs zu sein, ist ein jährlicher Fahrradservice in der Werkstätte unerlässlich. Hier überprüfen Profis das Rad fachmännisch auf alle seine Funktionen. Schaltung und Bremsen werden ebenso fachgerecht eingestellt, wie Rahmen, Beleuchtung, Mantel und Schlauch auf Abnutzung und Beschädigungen kontrolliert werden.

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