Naturheilkunde

So fördern Sie Ihre Gesundheit durch Pflanzenöle

blühender Lavendel

So fördern Sie Ihre Gesundheit durch Pflanzenöle

Studien belegen: die Düfte unserer Pflanzen in Form von naturreinen ätherischen Ölen aber auch Pflanzenöle und Pflanzenfette können – richtig und gezielt eingesetzt – einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung und Förderung unserer Gesundheit leisten.


Was sind naturreine ätherische Öle?

Echte (naturreine) ätherische Öle werden mittels Destillation oder Pressung aus Wurzeln, Hölzern, Harzen, Blüten, Früchten und dem Kraut therapeutisch wirksamer Pflanzen gewonnen. Sie enthalten einen Mix aus manchmal sogar über 1000 verschiedenen flüchtigen („ätherischen“) Wirkstoffen, die die Pflanze produziert, um sich vor Krankheiten zu schützen, um Nützlinge anzulocken oder um mit anderen Pflanzen zu kommunizieren.

Diese Stoffwechselprodukte der Pflanze wirken auch auf den Stoffwechsel des Menschen. Sie gewinnen aufgrund ihrer beispielsweise stark antibakteriellen, fungiziden und antiviralen Eigenschaften zunehmend an Bedeutung. Sowohl in der klassischen Schulmedizin, der Krankenpflege, als auch im Kosmetik- und Wellnessbereich.

In der Gesundheitsförderung werden ätherische Öle komplementär bzw. präventiv eingesetzt. Was wirkt hat aber leider manchmal auch unerwünschte Nebenwirkungen: wichtig ist, die passenden und für Sie bzw. Ihre Familie (z.B. Säuglinge, Asthmatiker/innen) verträglichen ätherischen Pflanzenöle zu finden. Damit sich bei Ihnen durch die Anwendung (z.B. Inhalation über die Raumluft, Bäder, Massageöle) keine unerwünschten Nebenwirkungen zeigen, gibt es Unterstützung:

Diplomierte AromapraktikerInnen, die eine Ausbildung nach dem von der Vereinigung für Aromapflege und gewerbliche AromapraktikerInnen (kurz VAGA) herausgegebenen Ausbildungsstandard absolviert haben, unterstützen Sie professionell bei der Auswahl und Anwendung zur Steigerung Ihres Wohlbefindens. Dabei arbeiten sie gerne mit ÄrztInnen und TherapeutInnen zusammen.

Worauf sie beim Einkauf achten sollen
Beim Einkauf von ätherischen Ölen sollte man besonders auf das Etikett achten. Folgende Informationen sollten unbedingt enthalten sein:

  • 100% NATURREINES (oder ECHTES) ätherisches Öl
  • Zur AROMAPFLEGE (oder AROMATHERAPIE) geeignet
  • Haltbarkeit / Aufbrauchfrist

Hochwertige ätherische Öle sind preislich unterschiedlich: gute Orangenöle bekommt man bereits ab ca. € 4,- (10 ml), 1 ml echtes Melissenöl hingegen kostet um die € 25,-. Grundsätzlich gilt: ein billiges Öl ist selten eine gute Qualität, ein hoher Preis aber nicht immer Indiz für Hochwertigkeit.


Die richtige Lagerung
Gelagert werden ätherische Öle
bei Raumtemperatur (dunkel). Zitrusöle und Nadelöle (z.B. Tanne, Kiefer) sollten nach etwa 1 Jahr verbraucht werden. Andere Öle – wie z.B. Rose, Sandelholz – haben bei richtiger Lagerung auch nach 2-5 Jahren nicht an Qualität eingebüßt.

Extra-Tipp
Leichter abschalten und gut schlafen durch ein abendliches Lavendelölbad. Dazu mischt man 10 Tropfen 100% naturreines (echtes) ätherisches Lavendelöl (aus Lavandula angustifolia) mit 1 Tasse Vollmilch und 1 Esslöffel Honig.
Empfohlene Badedauer: 20min. Das Lavendelölbad kann auch als Fußbad eingesetzt werden. Wer möchte, kann für ein Bad auch mehrere ätherische Öle mischen: z.B. 1 Tropfen Atlas Zeder (Cedrus atlantica), 2 Tropfen Lavendel (Lavandula angustifolia), 1 Tropfen Melisse (Melissa officinalis) und 5 Tropfen Bergamotte (Citrus bergamia)


Was sind native Pflanzenöle und Pflanzenfette?
Wir verwenden Fette und Öle vorwiegend zur Speisenzubereitung, für Massagen und für kosmetische Zwecke. Die wenigsten aber wissen, dass native Pflanzenöle auch als Kur (löffelweise) eingenommen werden können, um die Gesundheit zu fördern. Studien belegen, dass beispielsweise das Risiko, an schweren Krankheiten zu erkranken, durch eine regelmäßige Einnahme nativer Pflanzenöle minimiert werden kann. Auch bei erhöhtem Cholesterinwert oder bei depressiven Verstimmungen gibt es großartige Erfolge.

Für Aromaanwendungen auf der Haut (z.B. Massageöle) werden echte ätherische Öle tröpfchenweise in – vorzugsweise native – Pflanzenöle gemischt.

Pflanzenöle und –fette werden aus Nüssen, Samen, Kernen und Früchten gepresst. Die höchste Qualitätsstufe ist erkennbar an der Bezeichnung „nativ“ am Etikett (d.h. 1. Kaltpressung, Sortenreinheit, keine Nachbehandlungen außer Filtrieren).

Native Pflanzenöle enthalten (bis auf wenige Ausnahmen) einen hohen Anteil an ein- und mehrfach ungesättigten Fettsäuren (z.B. Omega-3-Fettsäure, Omega-5-Fettsäure etc.). Daher sollten sie nicht erhitzt werden, damit sich keine sogenannten „trans-Fettsäuren“ bilden können. Umso höher der Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist, desto leichter verderblich ist das Pflanzenöl. Hanfsamen- oder Leinsamenöl sollten beispielsweise spätestens 2 Monate nach der Pressung bereits verbraucht sein.

Extra-Tipp
Natives Leinöl
– als traditionelles Volksheilmittel unserer Breiten – eignet sich hervorragend zur Vorbeugung von bestimmten Krankheiten: Allergien, Asthma, Gefäßerkrankungen, Neurodermitis, Konzentrationsstörungen oder depressive Verstimmungen. Anwendungstipp (auch für Kinder): über einen Zeitraum von ca. 2 Monaten 1 Mal täglich 1 Teelöffel Leinöl zu einer Mahlzeit einnehmen.

Beliebte Beiträge

Alle Expertentipps anzeigen