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Warum das Fett rund um den Bauch besonders gefährlich ist

Frau mit Bauch

Sind Sie ein Apfel- oder ein Birnen-Typ? Aus medizinischer Sicht ist es nicht egal, wie das Körperfett verteilt ist. Menschen mit bauchbetonter Fettverteilung haben ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes.


Übergewicht ist ungesund, keine Frage. Üblicherweise wird Unter-, Normal- und Übergewicht über den Body-Maß-Index (BMI) klassifiziert. Er gibt jedoch weder Auskunft über die Körperzusammensetzung (Muskelmasse, Fettgewebe und Körperwasser), noch darüber, wo sich das Körperfett befindet.

Daher empfiehlt es sich eine weitere Kennzahl in Betracht zu ziehen: Der neue Wert WHR (Waist Hips Ratio) misst das Verhältnis von Taillenumfang zur Körpergröße. Der WHR korreliert besser mit dem Übergewicht, da er das Fett am Bauch exakter berücksichtigt. Die Formel ist sehr einfach: Taillenumfang dividiert durch Körpergröße (beides in Zentimetern). Ein WHR über 0,5 definiert Übergewicht. Ab dem 60. Lebensjahr darf der Quotient 0,6 betragen.

Wo sich das überflüssige Fett ablagert, entscheidet in erster Linie die Genetik. Im Wesentlichen gibt es zwei Varianten der Fettablagerung (bzw. Fettspeicherung):

Beim "APFELTYP" (androider Typ, WHR >0,88) handelt es sich um die „männliche“ Variante der Fettspeicherung, hier wird das Fett vor allem am Bauch angesammelt. Die stammbetonte Fettablagerung wird auch als viszerales Fett bezeichnet. Dieses Fett liegt hauptsächlich im Bauchraum und zwischen den Organen. Viszerales Fett nimmt stärker am Fettstoffwechsel teil, als subkutanes (unter der Haut befindliches), gynoides (weibliches) Fett.

Daher haben "Apfeltypen" in der Regel höhere Blutfettspiegel und profitieren auch am meisten von Bewegung. Beim viszeralen Fett verdoppelt sich das Herz-Kreislauf-Erkrankungs- und/oder Diabetesrisiko.

Beim "BIRNEN-TYP" (gynoide, weibliche Variante) hat sich das Fett um die Hüften und Oberschenkeln angesammelt, wo es fester und schwerer mobilisierbar ist (subkutan). Frauen (gynoide Adipositas, Birnentyp) bei denen das Fett vorwiegend an der Hüfte abgelagert wird, haben oft niedrigere Lipidspiegel und einen langsameren Stoffwechsel (Metabolismus), jedoch verringern sich dadurch die Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungs- und/oder Diabetes .

Frauen mit großem Bauch (viszerales Fett - wie bei der männlichen Variante) haben allerdings ebenfalls einen höheren Blutfettspiegel und profitieren am meisten von Bewegung.

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